Fed-Repo-Spike zum Jahresende 2025 – leises Warnsignal aus dem Geldmarkt?
- Tobi

- vor 5 Tagen
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Zum Jahresende lohnt sich ein Blick abseits von Aktienindizes – hin zu den Geldmärkten. Am 31.12.2025 sind die Overnight-Repo-Käufe der Fed gegen US‑Treasuries (FRED‑Serie RPONTSYD) sprunghaft auf 31,5 Mrd. USD gestiegen, nach nur 2,0 Mrd. USD am Vortag.
Solche temporären Open‑Market‑Operationen sind kein Routine‑Tool, sondern werden meist dann eingesetzt, wenn die Fed kurzfristig Liquidität zur Verfügung stellen muss, um Spannungen im Funding‑Markt abzufedern. Historisch waren ähnliche Repo‑Spikes oft mit Stressphasen oder regulatorisch getriebenen „Fenster‑Dressing“-Effekten rund um Quartals- und Jahresultimi verknüpft.
Parallel dazu lagen die Overnight Reverse Repos (RRPONTSYD) am 31.12.2025 bei rund 106 Mrd. USD – viel Cash wird also gleichzeitig kurzfristig bei der Fed geparkt. Für mich ist das ein klassisches „Liquidity‑Radar“-Signal: Die Oberfläche wirkt ruhig, aber unterhalb der Makro‑Narrative arbeitet die Fed aktiv daran, den Geldmarkt zu stabilisieren und die Leitzinssteuerung sauber zu halten.
Für Trader und Investoren kann sich daraus einiges ableiten:
Steigende Repo‑Aktivität signalisiert, dass Liquidität knapper wird und sich Stress in den Funding‑Kosten aufbauen kann.
Solche Bewegungen waren in der Vergangenheit oft Vorläufer höherer Volatilität in Risikoassets – vor allem, wenn sie nicht schnell wieder zurücklaufen.

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